Wladimirschina

eBook der Amazon Kindle Edition
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Zum Lesen am heimischen Computer
Word- und PDF-Datei auf CD-R
Preis EUR 10,00

Der von einer im modernen Deutschland spielenden Rahmenhandlung eingeschlossene Hauptteil des Romans zeigt die russische Provinz Wladimir, die Heimat von Jurij Treguboff, im Winter 1917/1918 unmittelbar nach der russischen Revolution und führt den Leser an der Hand von zwei Studenten in eine aus den Fugen geratene Welt. Die alten Werte sind zweifelhaft geworden, und mit den neuen weiß man noch nichts Rechtes anzufangen. Es entsteht ein lebendiges Bild von der Unsicherheit und den Wirren des nachrevolutionären Russlands.
Dieser Roman bildet eine organische Einheit mit Jurij Treguboffs ersten Werken: „Der Vampir” – „Berlin” – „Der letzte Ataman” und „Gespenster in Frankfurt”, die er wie eine Klammer umfaßt.

Bücherbord, Graz, April 1979
Das Auffallende an diesem Roman liegt in dem bemühten Bestreben, möglichst unvoreingenommen die Möglichkeiten der revolutionären Kräfte zu prüfen und zu werten.
Alfred Redlik

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HIER EIN AUSZUG AUS DIESEM BUCH:

Zwischen Schneehaufen steht ein runder Tisch, hinter ihm sitzen Menschen in Russenblusen, Frenchs und sogar Soutanen. Alle haben die Hände auf den Tisch gelegt und warten. Dann aber beginnt der Tisch zu hopsen, und auch die Sitzenden fangen an, lustig zu springen. Der Tisch dreht sich, und von dieser Bewegung beginnt ein Schneesturm. Schneeige Wirbel fegen, von links nach rechts dreht sich der Tisch, von rechts nach links wirbelt der Sturm, immer höher und höher schraubt sich der Tisch.
Kolja kann sehr weit sehen, und über dem Schneesturm, mal steigend, mal in den Wellen des Schneesturmes versinkend, stehen die großen und kleinen, goldenen und farbigen Kuppeln der Kirchen und Kathedralen. Viele, viele sind zu sehen, nah und fern.
Aber immer stärker dreht sich der Tisch, rasender und rasender tanzen die Frenchs und Russenblusen und reißen Possen dabei. Ungestört rast der unabsehbare Sturm. Je stärker er sich entfaltet, um so weniger Kuppeln sind zu sehen, als ob der Wind sie von ihren Trommeln schneidet. Die Frenchs und Russenblusen aber tanzen bereits den Knietanz. Wie fröhlich ist es! Die Gesichter zucken, Augen leuchten, gefletschte Zähne blinken. In den rasenden Sturm flechten sich die Säume der Soutanen.
Bald wird es gar keine Kirchen mehr geben, dachte Kolja qualvoll. Er wollte seine Augen an irgend etwas in dem Strudel festhalten, und er bemerkte dieses Etwas, eine kleine, hölzerne Kirche in einer Waldlichtung, winzig und unscheinbar, vielleicht die, von der Vater Gurij erzählt hatte.
Da beginnt ihr Glöcklein zu schnarren, erst schwach und heiser, dann immer lauter, und von diesem Ton stürzen die schneeigen Wirbel auf die Ebene, fallen herab. Sie packen und tragen den Tisch mit den Frenchs und Russenblusen fort.

ВЛАДИМИРЩИНА

Роман – 368 ст
CD EUR 10,00

Действие романа начинается в наши дни в современной Германии, но затем переносится в русскую провинцию – Владимир, родину автора. События, описываемые в произведении, происходят зимой 1917–1918 гг., непосредственно после революции. Вместе с героями романа – двумя студентами – автор ведет читателя по разваливающемуся, потерявшему ориентиры, миру. Миру, в котором старые ценности стали сомнительными, а как поступить с новыми еще неизвестно. Перед читателем встает живая картина неуверенности и беспорядка послереволюционной России.
Роман органически связан с пятью предыдущими произведениями Юрия Трегубова – «Вампир», «Берлин», «Последний атаман», «Призраки во Франкфурте» – и заключает в единую рамку целый ряд, на первый взгляд, не связанных событий.


Skizze gezeichnet von Dr. Andrey Redlich

Brief aus Dankesbrief der Bibliothek in Wladimir für die ihr überlassenen Bücher