Michail J. Lermontov

Der Dämon * Bojare Orscha

Mit sechs Zeichnungen von Oleg Zinger
Aus dem Russischen übersetzt
und nachempfunden von Jurij und Anita Treguboff

eBook der Amazon Kindle Edition
www.amazon.de
Preis EUR 3,09

Zum Lesen am heimischen Computer
Zweisprachig: deutsch und russisch
Word- und PDF-Datei auf CD-R
Preis EUR 10,00

DER DÄMON – HörBuch
leicht gekürzte Fassung, musikalisch untermalt von Auszügen aus der gleichnamigen Oper von Anton Rubinstein, gelesen und produziert von Michaela Getto für ihre Sendung “Hörrausch – Literatur und Musik”, RADIO TIDE 96,0 HAMBURG, 09.07.2007.
Audio-CD Preis EUR 10,00

BOJARE ORSCHA – HörBuch
mit Musikstücken von Bela Bartok unterlegt, gelesen und produziert von Michaela Getto für ihre Sendung “Hörrausch – Literatur und Musik”, RADIO TIDE 96,0 HAMBURG, 14.01.2008.
Audio-CD Preis EUR 10,00

Michail Lermontov (1814-1841) gilt als der zweitgrößte klassische Dichter Russlands. In seinem Hauptwerk „Der Dämon“ verliebt sich der gefallene Engel Luzifer in die schöne Tochter eines grusinischen Fürsten und glaubt, durch ihre Liebe wieder so werden zu können, wie er vor seiner Erhebung gegen Gott gewesen war. Die Versdichtung „Bojare Orscha“ beschreibt den Zwist zwischen einem engen Vertrauten von Zar Iwan IV. mit einem Sklaven, der es wagt, die Tochter des Bojaren zu lieben.

Südwestpresse, Ulm, 21.12.1992
Zwei Versdichtungen des russischen Schriftstellers Michail Jurjewitsch Lermontov (1814-1841) sind jetzt in neuer deutscher Übersetzung in einem Band des Feuervogel-Verlags erschienen: „Der Dämon“ und „Bojare Orscha“. Die Übersetzer, Jurij und Anita Treguboff, weisen in ihrem Nachwort darauf hin, dass insbesondere die Dichtung „Der Dämon“ auch heute noch das Lebensgefühl der russischen Jugend anspreche und Bestandteil ihres geistigen Lebens sei.

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HIER AUSZÜGE AUS DIESEN ÜBERSETZUNGEN:

Der Dämon

„Für dich, vom Stern des Orients
reiße ich ab die goldene Krone,
umhülle mit des Sonnenunterganges Purpur
deine Gestalt wie mit einem Schleier,
tränke die Luft um dich
mit wunderbaren Düften
aus seltener Blumen mitternächtlich’ Tau,
und dein Gehör werd’ ich liebkosen
mit märchenhaften Tönen.
Einen üppigen Palast werd’ ich errichten
aus gelbem Bernstein und Türkisen,
in des Meeres Tiefen werd’ ich sinken
und hinter die Wolken fliegen…
Ich geb dir alles,
alles Irdische –
du sollst mich lieben!“

Wir haben uns mit der Übersetzung des „Dämon“ befasst, nachdem wir herausfanden, dass dieses Werk den Lesern im Westen Deutschlands nicht zugänglich war.

Bojare Orscha
Aus der Rede des Sklaven Arsenij vor Gericht

„Ich fürchte mich nicht vor dem Grab,
dort, sagt man, sollen Leid und Qualen
kalt und in ewigem Schweigen schlafen.
Doch tut’s mir leid,
mich von des Lebens Fülle schon zu trennen.
Denn ich bin jung! Ja, jung bin ich!“

Im achten Jahr seiner Haft fiel Jurij im Lager Potma eine Ausgabe von Werken Lermontovs in die Hand. Er beschloss, neben einigen Gedichten auch „Bojare Orscha“ zu übersetzen und bat deutsche Leidensgenossen, die ihnen diktierten Verse gegen Bezahlung durch Brot und Geld mit sauber gemalten Buchstaben in ein russisches Schulheft einzutragen, das er mit in die Freiheit nehmen konnte.


Skizze gezeichnet von Dr. Andrey Redlich