Der große Einsatz

eBook der Amazon Kindle Edition
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Zum Lesen am heimischen Computer
Word- und PDF-Datei auf CD-R
Preis EUR 10,00

Kurzfassung als HörBuch
erstellt und gelesen von Anita Treguboff
Audio-CD Preis EUR 10,00

Es geht im Frankfurt Ende der 80er Jahre um kleine und große Karrieristen, die ihrem Leben eine entscheidende Wende geben wollen: faules Obst verkaufende Straßenhändler, ein Anwalt, der sich für die tiefsten Geheimnisse Alkoholkranker interessiert, Terroristen, die das ihnen verhasste Staatswesen Deutschlands in eine Krise stürzen wollen. Ein versehentlich in den Hades, die antike Hölle, geratener Schriftsteller erhält die Chance, unter die Lebenden zurückzukehren, der Weg in seinen früheren Wirkungskreis bleibt ihm jedoch verwehrt.

Lexikon der Kriminalliteratur, Bitburg, Oktober 1994
Dieser phantastische Kriminalroman spielt in Frankfurt am Main, in Bonn sowie im Hades… Ein Reales und Phantastisches geschickt vereinender Roman, in dem, der Tradition russischer Geistesgeschichte folgend, alles mit allem und jedem zusammenhängt. („Der große Einsatz“)
Klaus-Peter Walter

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HIER EIN AUSZUG AUS DIESEM BUCH:

Nikolaj Genrichowitsch Kwjatkowskij war ein russifizierter Pole, der sich als russischen Emigranten ausgab und für einen Geschäftsmann hielt, da er im Besitz des vorgeschriebenen Gewerbescheins für ambulanten Handel war und je nach der Saison von seinem mit Gummirädern versehenen Gemüsewagen Weintrauben, Äpfel, Birnen oder auch Ananas verkaufte. Ab und zu hatte er unter der wenig hohen Qualität seiner Produkte zu leiden, und so zogen sich auch heute Sturmwolken an seinem kommerziellen Horizont zusammen. Nach etwa zwei Stunden erschien ein gutgekleideter Herr mit Bierbauch, der in einer Plastiktüte vorsichtig eine in vier Teile zerschnittene Ananas herbeitrug, die innen völlig verfault war. Sofort begann der Herr forte vivace das Gespräch, er habe zwei Mark vierzig bezahlt und wolle eine andere haben. Kwjatkowskij zog ein unschuldiges Gesicht, wie Mazepa vor Peter dem Großen nach der Denunziation durch Kotschubej, der Herr bestand jedoch darauf, auch Ananas Nr. 2 aufzuschneiden.
Allmählich sammelte sich das Publikum, und eine Greisin, die soeben zwei Ananas erstanden hatte, kehrte zurück, um die Operation des Zerschneidens durch ihre Brille zu beäugen. Die zweite Ananas war ebenfalls faul! Die alte Dame verlangte, dass auch ihre Früchte angeschnitten wurden – noch schlimmer!


Skizze gezeichnet von Dr. Andrey Redlich