KARL ROSE

GRUND UND QUELLORT DES RUSSISCHEN GEISTESLEBENS
Von Skythien bis zur Kiewer Rus

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PREDIGT DER RUSSISCH ORTHODOXEN KIRCHE
Wesen – Gestalt – Geschichte

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Eine Leserin aus Husum schenkte mir vor einiger Zeit das Buch von Karl Rose über die Christianisierung Rußlands im 10. Jahrhundert Grund und Quellort des russischen Geisteslebens, das 1956 im Union-Verlag, Berlin, als Studie aus dem Institut für Ost- und Südslawische Religions- und Kirchenkunde der Humboldt-Universität, Ost-Berlin, in Halle an der Saale gedruckt worden war. Daß dieses Werk damals in der kommunistisch-atheistisch geprägten DDR veröffentlicht werden konnte, hat mich positiv überrascht. Es erschien mir zum Verständnis auch der heutigen russischen Menschen so wichtig, daß ich es als “Amazon Kindle eBook” dem Vergessen entrissen habe.

Anschließend folgte als eBook das 1952 von der Evangelischen Verlagsanstalt Berlin verlegte Buch von Karl Rose über die Predigt der russisch orthodoxen Kirche: Wesen – Gestalt – Geschichte mit zahlreichen Predigten von Johannes Chrysostomus im 4. Jahrhundert bis zu Nikolaj, Metropolit von Krutizi und Kolomna im Jahr 1951.

In der Einleitung zu seinem Buch über die Christianisierung Rußlands schreibt Karl Rose unter dem Titel Aufgabe und Vorschau:

“Wenn wir ein Volk in seinem gegenwärtigen politischen Handeln und in seinen geistigen und kulturellen Bestrebungen verstehen wollen, dann müssen wir unsere Aufmerksamkeit auch seiner historischen Vergangenheit zuwenden.
Denn nur auf diese Weise werden wir imstande sein, sowohl die inneren Motive als auch die äußere Notwendigkeit, die allem politischen Handeln zugrunde liegen, auch im Leben des russischen Volkes in Geschichte und Gegenwart einigermaßen richtig einzuschätzen.
Dieses Anliegen: Rußland, das russische Volk in seinem politischen und geistigen Leben zu erkennen und zu verstehen, ist nicht nur eine wichtige wissenschaftliche Aufgabe, sondern auch eine eminent praktische Notwendigkeit.
Wir sind heute dem russischen Volk, wie nie zuvor in der Geschichte, konfrontiert, und die russische Frage steht vor uns geradezu als eine Schicksalsfrage.”

Obwohl mehr als drei Generationen im Atheismus als “Staatsreligion” aufgewachsen waren, erfuhr die Russisch-Orthodoxe Kirche nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Rußland einen zuvor nicht vorstellbar gewesenen Zustrom russischer Menschen, die nach den geistigen Wurzeln ihres Volkes suchen.

Zum 100. Geburtstag von Karl Rose schrieb Prof. Dr. Hans-Dieter Döpmann unter dem Titel: Verständnis – Weg zur Verständigung in HUMBOLDT – Die Zeitung der Alma Mater Berolinensis, 40 (1995/96), Ausgabe 8 (6. Juni 1996):

“Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte zunächst Fritz Lieb 1946 die Berufung zum ordentlichen Professor für osteuropäische Kirchenkunde an der Berliner Theologischen Fakultät erhalten und, unter Beibehaltung seiner Baseler Professur, bis 1949 wahrgenommen.
Mit der Fortsetzung dieser Arbeit wurde der damalige Pfarrer der Berliner Adventsgemeinde, Kirchenrat Lic. Karl Rose beauftragt.
Seit 1945 widmete er sich, dank seiner Sprachkenntnisse, der schwierigen Aufgabe eines Verbindungsmannes der Berliner kirchlichen Stellen zur Sowjetischen Militäradministration, dann auch zum Magistrat von Berlin. Seit 1946 arbeitete er nebenamtlich als Kirchenrat und Referent für ostkirchliche Fragen an der Berliner Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche.
Am 13. Juni 1896 in Marienburg/Lettland geboren und nach dem späteren Studium sowie der Promotion zum Lic. theol. an der Theologischen Fakultät in Riga dort als lutherischer Pfarrer tätig, verfügte er über gründliche Kenntnisse der russischen Sprache, dazu der Theologie und Geschichte insbesondere der Russischen Orthodoxen Kirche.
Seit 1952 mit einem Lehrauftrag für Ostkirchenkunde, seit 1955 als Direktor des damals an der Theologischen Fakultät gegründeten Instituts für Ost- und Südslawische Religions- und Kirchenkunde und seit 1958 als Professor mit Lehrauftrag gelang es Rose, das ihm anvertraute Fach in Lehre und Forschung systematisch auszubauen.
Mit Vorlesungen und Übungen über die Geschichte der Orthodoxie, ihre Theologie und den Kultus, das Mönchtum, das geistliche Schrifttum, die russische Religionsphilosophie, das Verhältnis zum Protestantismus und Katholizismus verstand es Rose, im sich Lösen von abwertenden Vorurteilen wie auch von romantischer Schwärmerei zu einem sachlichen Verhältnis zur Orthodoxie zu verhelfen.”

Die Bücher von Karl Rose sind von zeitloser Bedeutung.

Daher habe ich am 10./14. Mai 2013 mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH als Rechtsnachfolgerin des Union-Verlags Berlin einen Lizenzvertrag geschlossen, der mir erlaubt, “Grund und Quellort des russischen Geisteslebens” als Amazon Kindle eBook zu veröffentlichen.

Und die Evangelische Verlagsanstalt GmbH, ehemals Berlin, jetzt Leipzig, war so freundlich, mir mit eMail vom 8. Oktober 2013 das Recht zur Herausgabe des Buches “Predigt der russisch orthodoxen Kirche” als eBook der Amazon Kindle Edition zur weltweiten Verbreitung zu übertragen.


Skizze gezeichnet von Dr. Andrey Redlich